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1. Österr. Rettungshunde-Übung in Horitschon/Bgld. |
Das Ziel dieser Veranstaltung ist eine österreichweite Zusammenarbeit der
verschiedenen Suchhundeführenden Organisationen von Österreich.
Der Einladung der ÖRK Ortsstelle Suchhunge Horitschon waren wir - die gesamte OG
Felixdorf - gerne gefolgt, um zusammen (100 Teilnehmer mit 70 Hunde) den
Ernstfall gemeinsam zu üben. Dabei konnten wir auch jede Menge Erfahrungen
austauschen und einige interessante Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Am Samstag wurde in Kleingruppen auf 8 Stationen jeder Bereich der
Rettungshundearbeit gearbeitet. Neben den für den Einsatz notwendigen Sucharten,
wie Flächen-, Weg- und Kettensuche wurden auch der Gehorsam und die
Geschicklichkeit der Hunde trainiert.
Die verschiedenen Suchtechniken konnten wir bei den allseits bekannten "offenen" und "versteckten" Triebanzeigen zeigen, die zu suchende Person befand sich dabei in einer verschlossenen Kiste.

Die „Hochsuche“, wo mit Hilfe einer Seilwinde eine Person in den Bäumen auf
beliebiger Höhe versteckt wurde, war für uns Felixdorfer ein besonderes
Highlight, besonders, wo unsere Hunde alle mit großem Eifer an die Suche gingen
und rasch zum Erfolg kamen, obwohl sie solch "schwebende Opfer" noch nie suchen
mussten.
Von den Trainern wurde auf die individuellen Anzeigearten der Hunde (Verbellen
beim Opfer, Bringseln oder Verweisen), als auch auf den Ausbildungsstand und die
bisher angewandte Trainingsmethode individuell eingegangen, sodass jeder Hund
rasch Erfolg hatte und daher mit Freude und Ausdauer den anstrengenden Tag
meisterte.
Weitere Station war eine Auffrischung der Ersten-Hilfe-Kenntnisse, die von einem Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit entsprechender Ausrüstung präsentiert wurde, so manch einer kam dabei ins Schwitzen.
Am Sonntag konnten wir die am Samstag trainierten Kenntnisse nun direkt
umsetzen. Eine Groß-Einsatzübung in Form einer Kettensuche war die
Aufgabenstellung. Im Wald waren 9 Personen zu suchen, die mehr oder weniger
verletzt (geschminkte Opfer) auf ihre Rettung ausharrten.
Es wurden 3 Gruppen gebildet und in einer doppelreihigen Suchkette aufgestellt,
wobei jede Gruppe nur einige Suchhunde - erste Reihe - im Einsatz hatte. Mit
etwas Zeitverzögerung setzten sich die Gruppen in Bewegung, unter ständigem
Funkkontakt zueinander und auch zum Einsatzleiter.
Die Suche durch das teilweise sehr unwegsame Gelände (dichtes Unterholz, sehr dornig) forderte nicht nur die Hundeführer. Doch schon nach einiger Zeit konnten die ersten Opfer gefunden und geborgen werden, wobei bei dieser Übung ja nicht nur das Finden wichtig war. Auch die entsprechende Erstversorgung und die Entscheidung, welche Einsatzkräfte angefordert werden müssen waren von den Teilnehmern durchzuführen.
Wir Felixdorfer waren in allen 3 Gruppen aufgeteilt, sodass wir am
Einsatzgeschehen von den Hunden und Hundeführern aller anderen Organisationen
teilhaben konnten und die dabei erlebten Erfahrungen in der Gruppe austauschen
konnten. Uns haben diese gemeinsamem Tage viel gebracht, es wurden einige
Kontakte zu diversen Organisationen geknüpft, Erfahrungen ausgetauscht und wir
konnten einige interessante Eindrücke mit nach Hause nehmen. Unsere Hunde haben
bis zuletzt sehr motiviert gearbeitet. Mit Stolz können wir berichten, dass die
Qualität unserer ÖGV-Rettungshundearbeit in einigen Bereichen weit über dem
Schnitt der teilgenommenen Hunden/HF liegt. Natürlich müssen und wollen wir
Felixdorfer in anderen Bereichen noch einiges dazulernen, um für den Ernstfall
optimal gerüstet zu sein. Die Übung hat auch gezeigt, dass das Zusammenspiel der
Organisationen klappt, die Bereitschaft dazu vorliegt, die Basis für einen
gemeinsamen Ernstfall daher geschaffen wurde.
© 2007 ÖGV Rettungshunde, Martina Resl