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Rettungshundeausbildung |
Ein Rettungshund muss gewandt und geschickt sein. Er muss verschiedene
Hindernisse überwinden und darf sich vor unangenehmem Untergrund und schwierigen
Situationen nicht fürchten. Alle Geräte werden vom Hund selbständig nach
Anweisung vom Hundeführer ausgeführt, der Hundeführer darf dem Hund nicht bei
der Bewältigung helfen.
Alle diese Hindernisse werden für einen Ernstfall trainiert: z.B. könnte man ein Brett oder eine Leiter über einen Graben legen, oder man muss einen engen, dunklen Tunnel durchqueren, oder der Hund muss über ein von ihm unüberwindbares Hindernis (Mauer, Wand oder dgl.) gehoben und einer fremden Person übergeben werden. Mit diesen Übungen trainiert der Hund die Fähigkeit, wackelige, unangenehme Hindernisse zu überwinden und auch Vertrauen zu fremden Personen zu haben.
Die Wippe
Die Wippe muss vom Hund selbständig bewältigt werden, wobei der Hund auch trotz des Kippens des Brettes sicher und angstfrei weiterläuft. Eine Grundstellung (= Sitz) beendet die Übung.
Die Fassbrücke
Nach Anweisung des HF springt der Hund auf das Brett, das auf zwei losen Tonnen gelegt wird und dementsprechend wacklig ist und verweilt nach dem Aufsprung, bis der HF zum Weitergehen auffordert. Eine Grundstellung (= Sitz) beendet die Übung.

Die waagrechte Leiter
Nach Anweisung des HF überquert der Hund den Aufstieg zu einer waagrecht auf Stützen gelegten Holz-Sprossenleiter, was für den Hund ein schwieriger Balanceakt ist. Dabei muss der Hund die Sprossen, nicht die Holme (=Aussenpfosten) benutzen. Am Ende der Leiter wird der Hund vom HF von der Leiter gehoben und in Grundstellung gebracht.

Der Weitsprung
Nach Anweisung des HF überspringt der Hund einen Weitsprung (Weite 1,50 m). Nach dem Sprung bleibt der Hund stehen, bis ihn der HF abholt.

Der Tunnel (Kriechübung)
Nach Anweisung des HF durchquert der Hund ein entsprechendes Hindernis, z.B. Tunnel. Nach dem Ausgang muss der Hund solange verweilen, bis ihn der HF abholt und in Grundstellung bringt.
Begehen von unangenehmen Material
Auf einer Fläche werden Materialien wie z.B. Bauschutt, Metallteile, Metall-Gitter, Folien ausgelegt, die vom Hund mit dem Hundeführer übergangen werden, wobei darin einmal angehalten wird. Eine Grundstellung (= Sitz) beendet die Übung.
Lenkbarkeit auf Distanz
Dabei muss sich der Hund auf Distanz links, rechts oder mittig von seinem Hundeführer auf z.B. Tische schicken lassen, auf diesen er dann bis auf Widerruf verharren muss. Abgangspunkt für den Hund ist ein markierter Punkt in einiger Entfernung vom Hundeführer. Ein Heranrufen mit abschließender Grundstellung (= Sitz) beendet die Übung.

Tragen und Übergeben
Ein Rettungshund muss sich auch ohne Probleme von fremden Personen tragen lassen. Dazu wird er von seinem Hundeführer einer fremden Person übergeben, die ihn dann einige Meter von ihm wegbringt. Nach dem Absetzen ruft der Hundeführer seinen Hund, der natürlich rasch und freudig zurückkommen muss, bevor er in Grundstellung genommen wird.

© 2003-2008 ÖGV Rettungshunde by Martina Resl