Rettungshundeausbildung
Fährten- und Flächensuche

In beiden Fällen wird nach vermissten Menschen z.B. verlaufenen Kindern, älteren, oft auch verwirrten Personen gesucht.

Wurde das Opfer gefunden, muss der Hund dies dem Hundeführer mitteilen. Das geschieht durch anhaltendes Bellen des Hundes, der solange bei der gefundenen Person bleibt, bis ihn der Hundeführer, der sich oft außer Sichtweite des Hundes befindet, nach entsprechender Bestätigung abholt.

Für das Training der Flächen- und Fährtensuche sind wir auf verständnisvolle Grundeigentümer und Jagdpächter angewiesen, die ihre Gebiete zur Verfügung stellen. Leider ist dies nicht selbstverständlich, wie man eigentlich im Sinne der guten Sache annehmen sollte, sodass die Hundeführer bei der Anfahrt zum Training oft viele Kilometer zurücklegen müssen.


Fährtensuche

Der Hund wird auf eine Fährte "angesetzt", d.h. die Stelle, an der die vermisste Person zuletzt gesehen wurde, muss bekannt sein. Der Hund sucht entweder an einer langen Fährtenleine (ca. 10 Meter) oder frei und darf sich nicht von Fremdgerüchen ablenken lassen.

Findet der Hund Gegenstände, die der Person gehören könnten, wie z.B. einen Schuh, Tuch, Hut, etc. muss er den Hundeführer darauf aufmerksam machen.

Zum Schluss sollte er natürlich die vermisste Person finden und sie anzeigen.
 

Eine Fährtensuche wird am ehesten in abgelegenen Gebieten eingesetzt, an der nicht viele Fremdfährten kreuzen.

 

Flächensuche

Die Flächensuche ist eine Team-Suche. Die Hundeführer gehen in einer Kette (je nach Kondition und Ausbildungsstand der Hunde), in einem der Geländebeschaffenheit angepassten Abstand (in dichtem Gelände näher, in offenerem Gelände weiter) voneinander entfernt, durch das Gebiet. Die Hunde werden in Zickzack-Linien von Ihrem Hundeführer durch das ihnen zugewiesenen Gebiet geschickt und suchen nach menschlichen Gerüchen und Gegenständen.

Wichtig dabei ist, dass der Hund selbständig sucht, sich jedoch durch seinen Führer auf Distanz leiten lässt. Ein Flächenhund darf sich auch durch andere Hunde oder aufgestöbertes Wild nicht ablenken lassen.

Wurde die vermisste Person gefunden, zeigt er sie seinem Hundeführer wieder durch Verbellen an.

Am häufigsten wird in Einsätzen die Flächensuche eingesetzt, da meist nur ungefähr bekannt ist, wo der Vermisste sich zuletzt aufgehalten hat und ein Suchalarm häufig erst nach vielen Stunden ausgelöst wird. Einsatzgebiete sind unwegsame, unübersichtliche Wälder und Gegenden.

 

 

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